Zwei junge Frauen in der Eingangshalle eines Gebäudes.

Justizfachwirtin / Justizfachwirt

Du möchtest einen Beruf erlernen, der sinnvoll ist und dazu beiträgt, den Rechtsstaat und unsere Demokratie zu stärken? Dann starte jetzt mit einer Ausbildung zur Justizfachwirtin bzw. zum Justizfachwirt (Beamtenlaufbahn mittlerer Justizdienst) in die Zukunft!

In allen Bereichen der Justiz sind neben Richterinnen und Richtern, Rechtspflegerinnen und Rechtspflegern sowie Justizfachangestellten auch Justizfachwirte tätig. Sie sorgen für den reibungslosen Ablauf des Verfahrens und haben abwechslungsreiche Aufgaben, sowohl am Schreibtisch als auch bei der Protokollführung direkt im Gerichtssaal.

Als Justizfachwirtin bzw. Justizfachwirt bist du die wichtige Schnittstelle zwischen der Justiz und den Bürgerinnen und Bürgern: du stehst ihnen mit Rat und Tat zur Seite und erklärst die jeweiligen Sachverhalte und weiteren Prozessabläufe.

Wofür bist du zuständig?

  • Gerichtsverhandlungen: Du nimmst in der Protokollführung regelmäßig an Gerichtsverhandlungen teil. Dabei benötigst du umfangreiches Fachwissen und eine gute Auffassungsgabe – denn nichts, was im Gerichtssaal gesagt wird, darf verloren gehen.
  • Akten- und Schriftverkehr: Du erledigst den gesamten Schriftverkehr im Verfahren. Protokolle von Gerichtsverhandlungen, aber auch Zeugenaussagen, Gutachten und Zustellungsurkunden wichtiger Unterlagen gehören in die jeweilige Akte.
  • Wichtige Dokumente: Du erstellst z.B. Haftbefehle oder Vollstreckungsbescheide, nimmst Anträge auf oder lädst Zeugen zu den Gerichtsterminen vor. 

  • Verbeamtung ab dem 1. Tag der Ausbildung
  • Mit dem Landesticket kostenlose Nutzung des ÖPNV – dienstlich und privat
  • 30 Tage Urlaub jährlich
  • Umfassendes Gesundheitsmanagement
  • Beihilfe in Krankheitsfällen mit der Möglichkeit zur privaten Krankenversicherung
  • Nach der Ausbildung: grundsätzliche Übernahme und flexible Arbeitszeitmodelle mit der Möglichkeit zum Mobilen Arbeiten

Die Dienstbezüge setzen sich zusammen aus Grundgehalt, Stellenzulage und einer Sonderzahlung. Das Grundgehalt wird nach Stufen bemessen. Mit zunehmender dienstlicher Erfahrung steigt das Grundgehalt in Abständen von 2 bis 4 Jahren (Erfahrungsstufen). Daneben wird Verheirateten und Bediensteten mit Kindern ein Familienzuschlag gewährt.

Berechnungsbeispiele monatlich brutto/netto - Stand: Dezember 2025
(jeweils durchschnittliches Monatsgehalt inklusive Sonderzahlung, ggfs. Urlaubsgeld und Familienzuschlag):

  • Während der Ausbildung
    Anwärterbezüge  
    ca. 1.591 € / 1.530 € *
     
  • Nach der Ausbildung
    Besoldungsgruppe A 6 (ledig, keine Kinder, Steuerklasse I, Stufe 1 Einstiegsgehalt)
    ca. 2.966 € / 2.511 € *

    Besoldungsgruppe A 9 (verheiratet, 2 Kinder, Steuerklasse III, Stufe 7 Berufserfahrung 20 Jahre)
    ca. 5.112 € / 4.443 € *

*abzüglich Beiträge zur Krankenversicherung 

Deine Ausbildung

Der Vorbereitungsdienst - so nennt sich die Ausbildungszeit - beginnt jährlich Anfang April und Anfang September, dauert 2 Jahre und beinhaltet Theorie und Praxis.

  • Für Vorbereitungsdienste mit Start April finden die fachtheoretischen Lehrgänge im Studienzentrum Rotenburg an der Fulda statt. 
    Für diese Lehrgänge bieten wir möblierte Einzelzimmer mit eigenem Badezimmer und frisch zubereiteten Mahlzeiten in der Mensa (geringe Kostenbeteiligung) an.
  • Für Vorbereitungsdienste mit Start September finden die fachtheoretischen Lehrgänge im Campus Frankfurt am Main statt. 
    Am Campus Frankfurt am Main gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten. Du pendelst also täglich nach Frankfurt am Main.

Ausführliche Informationen zur Ausbildung, zu Ausbildungsorten und Ausbildungsabschnitten

Die hessische Justiz bietet dir vielfältige Einsatzmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen an. Mit deiner qualifizierten Ausbildung kannst du in allen Abteilungen der Gerichte und Staatsanwaltschaften arbeiten. Aber auch das Justizministerium, das Oberlandesgericht oder die IT-Stelle der hessischen Justiz bieten interessante Arbeitsplätze. Dabei unterstützen wir dich durch qualifizierte Weiterbildung, z.B.

Beförderungen sind bis zur Justizamtsinspektorin bzw. zum Justizamtsinspektor (Besoldungsgruppe A 9) mit Amtszulage möglich. Besonders herausragenden Mitarbeitern steht darüber hinaus der Aufstieg in den gehobenen Justizdienst (bis Besoldungsgruppe A 12) offen.

  • Realschulabschluss oder gleichwertig anerkannter Bildungsstand
    (z.B. Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung)
  • Deutsche Staatsangehörigkeit oder eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union oder der Länder Island, Liechtenstein, Norwegen oder Schweiz
  • Höchstalter 40 Jahre (hiervon ausgenommen sind in bestimmten Fällen Soldaten auf Zeit mit mindestens 12-jähriger Dienstzeit)

Bei uns kannst du dich ganz einfach online über das Bewerberportal des Landes Hessen bewerben:

Lade bitte folgende Unterlagen innerhalb des Bewerbungsvorganges als PDF-Dokument dort direkt hoch:

  • Lebenslauf (mit Angabe der Staatsangehörigkeit)
  • Kopie des Abschlusszeugnisses oder des letzten Schulzeugnisses (Zeugnisse aus dem Ausland mit Anerkennung des ausländischen Bildungsnachweises; für Hessen ist das Staatliche Schulamt Darmstadt zuständig)
  • ggfs. Bewerbungsanschreiben
    (Bewerbungsanschrift: Oberlandesgericht Frankfurt am Main,
    Zeil 42, 60313 Frankfurt am Main)
  • evtl. Zeugnisse über Beschäftigungen seit der Schulentlassung (auch Ausbildung und/oder Studium)
  • ggfs. Einverständniserklärung der/des gesetzlichen Vertreter/s (bei Minderjährigen)
  • ggfs. Nachweise zum Grad der Behinderung/Gleichstellung